Wissenschaft und Gesellschaft - welche Gesellschaft? (Seminar)

Vortragende/r (Mitwirkende/r)
  • Sabine Maasen [L]
  • Sabine Maasen [L]
  • Julia Klering
Umfang2 SWS
SemesterWintersemester 2018/19
UnterrichtsspracheDeutsch
Stellung in StudienplänenSiehe TUMonline

Termine

Teilnahmekriterien

Siehe TUMonline
Anmerkung: Für die Anmeldung zur Teilnahme müssen Sie sich in TUMonline als Studierende/r identifizieren.

Beschreibung

Abhaltungstermine: 26.10. (10.00-12.00), 9.11. (09.00-15.00), 7.12. (09.00-15.00) und 14.12. (09.00-15.00) Was oder wen meinen wir überhaupt mit „Gesellschaft“, wenn von der Interaktion von Wissenschaft und Gesellschaft die Rede ist? Allenthalben wird gefordert, Wissenschaft und Technologieentwicklung in den Kontext „der Gesellschaft“ zu stellen – nicht zuletzt Studierende der TUM sollen „die Gesellschaft“ im Blick behalten. Doch wer ist eigentlich „diese Gesellschaft“? Woran denken Sie? Ein wichtiger Aspekt ist sicher für viele von Ihnen, dass bei Wissenschafts- und Technikentwicklung ethische Aspekte zu berücksichtigen sind: dass der Gebrauch unschädlich ist, der Nutzen allen zu Gute kommt etc. Ein weiterer wichtiger Aspekt wird die Akzeptanz von Technologien sein: dass insbesondere neue Technologien, die uns noch unvertraut sind, trotzdem genutzt werden, weil man der Wissenschaft vertraut. In diesen beiden wichtigen Fällen ist „Gesellschaft“ ein Wort für die, die von Wissenschaft und Technik betroffen sind – die man schützen muss, deren Akzeptanz für Technik man steigern muss. Ja, das sind wichtige Aspekte, aber Gesellschaft ist noch viel mehr: Wissenschaft ist zum Beispiel ein besonderer Teilbereich der Gesellschaft, den sie eingerichtet hat, um neues Wissen und neue Technologien hervorzubringen. Wissenschaft ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Wenn wir neue Mobiltelefone, Sportschuhe oder Kindersitze fürs Auto kaufen, lesen wir Testberichte; wir wollen aber auch „smart cities“, die BürgerInnen mitgestalten können; und wir erwarten, dass unsere Angehörigen, die immer älter werden, künftig nicht nur auf die Hilfe von PflegerInnen und Kindern hoffen, sondern auch mit Assistenzrobotern zurechtkommen. Und die Wissenschaft reagiert darauf: Sie wird „inter- und transdisziplinär“; die Hochschulen bilden „Wissenstransferstellen“ aus; Wissenschaft sucht den „Dialog“; sie konzipiert wissenschaftlich-technische Entwicklungen als „sozio-technische“ und versucht so, die Gesellschaft (wiederum: wen genau?“) „mitzunehmen“. Das sind nur wenige Beispiele: Aber sie sollen zeigen, dass „die Gesellschaft“ viele verschiedene Akteure kennt (Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft) und dass Gesellschaft nicht nur von Wissenschaft und Technologie betroffen ist, sondern auch Wissenschaft und Technologie mitgestaltet. Genauer: Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft gestalten einander. In diesem Seminar soll deutlich werden, dass und warum es wichtig ist, bei der Forderung nach „Interaktion von Wissenschaft und Gesellschaft“ ein anspruchsvolles Bild von Gesellschaft zu haben.

Inhaltliche Voraussetzungen

keine

Lehr- und Lernmethoden

Literatur mit leseführenden Fragen, Kurzpräsentationen, analytische Skizzen

Studien-, Prüfungsleistung

- Aktive Teilnahme - Lesen & Kommentieren der Pflichtliteratur (Hilfestellung: leseführende Fragen) - Referat - Seminararbeit Dieser Lehrveranstaltung sind folgende Module zugeordnet: - POL70036 Masterkurs Spezielle Soziologie - POL70039 Masterkurs Spezielle Soziologie - CLA31104 Einführung in die Wissenschaftssoziologie - CLA20815 Wissenschaft und Gesellschaft

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