Menschenrechte in der Gegenwart (Workshop)

Vortragende/r (Mitwirkende/r)
  • Karl-Heinz Nusser
Umfang1 SWS
SemesterWintersemester 2016/17
UnterrichtsspracheDeutsch
Stellung in StudienplänenSiehe TUMonline

Termine

Teilnahmekriterien

Lernziele

Nach der Teilnahme sind die Studierenden in der Lage, das einzigartige Fundament der Menschenrechte, das die Menschenwürde ist, zu würdigen und diese von den historischen Ursprüngen der Menschenrechte, die in der amerikanischen und Französischen Revolution liegen, zu unterscheiden. Sie sind ferner in der Lage, die verschiedenen Aspekte der „Humanitären Intervention“, der „Responsibility to Protect“ in Verbindung mit der Globalisierung und deren Auswirkungen in den Flüchtlingsströmen, zu erkennen und zu beurteilen. Wenn, der Genfer Konvention folgend, Bürgerkriegsflüchtlinge aus moslemischen Ländern aufgenommen werden, so sind die Teilnehmer in der Lage, ein adäquates Umgehen mit den Varianten des Islam zu praktizieren, aber auch den Terror davon klar abzugrenzen. Die Teilnehmer sind in der Lage, Ursachen von failing states in Afrika zu analysieren und politische Reformvorschläge kritisch zu diskutieren.

Beschreibung

Ontologische, historische und politische Perspektiven der westlichen Menschenrechte. Historische und rechtliche Entwicklung der Menschenrechte von der Magna Charta über die Bill of Rights zur französischen und amerikanischen Menschenrechtserklärung. Menschenrechte in der deutschen Geschichte als kumulative Problemlösung für konfessionelle und weltanschauliche Konflikte, z. B. Westfälischer Frieden von 1648, Paulskirchenverfassung von 1848, Weimarer Verfassung von 1919, Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948) und Deutsches Grundgesetz (1949). Epochale Auseinandersetzung zwischen westlichen individualistischen Menschenrechten und religiös fundierten kollektiven Rechten des islamischen Kulturkreises. Menschenrechtspolitik als außenpolitisches Instrument der westlichen Staaten. Problem der Legitimität der humanitären Intervention; Vergleich mit der Intervention westlicher Staaten und Russlands gegenüber dem Osmanischen Reich im 19. Jahrhundert. Marx` Kritik an den Menschenrechten der Französischen Revolution als individualistisch und egoistisch, führt durch die Aufgabe des Individuums zum Kollektivismus. Welche Mischverhältnisse bestehen zwischen westlichen Menschenrechten und anderen autochtonen Rechtskulturen z. B. in Afrika oder Indien?

Lehr- und Lernmethoden

Diskussion, Referate und Essays

Studien-, Prüfungsleistung

Referat (ECTS: 1), zusätzlich Essay (ECTS: 2) Diese Lehrveranstaltung ist folgenden Modulen zugeordnet: CLA10234 Menschenrechte in der Gegenwart (1 Credit) CLA20234 Menschenrechte in der Gegenwart (2 Credits) Bitte beachten Sie, dass Sie jedes Modul nur einmal in Ihrem Studium einbringen können

Empfohlene Literatur

Wird in der Veranstaltung ausgeteilt.

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