Was kann ich wissen? (Eine Einführung in die Erkenntnistheorie von Immanuel Kant (Prolegomena) (Seminar)

Vortragende/r (Mitwirkende/r)
  • Maximilian Ott
Umfang1.5 SWS
SemesterSommersemester 2020
UnterrichtsspracheDeutsch
Stellung in StudienplänenSiehe TUMonline

Termine

Teilnahmekriterien

Lernziele

Nach der Teilnahme sind die Studierenden in der Lage - die Grundzüge der kantschen Erkenntnistheorie zu charakterisieren sowie die behandelten Argumente in ihrer Struktur nachzuvollziehen und kritisch zu bewerten. - einen Bezug zu Funktion, Wert und Eigenwert von Wissen in der Wissensgesellschaft herzustellen. - verschiedene Herangehensweisen zur Erschließung eines philosophischen Themas zu gebrauchen. Insbesondere Exzerpte von Texten anzufertigen und entsprechende Thesen aufzustellen (Problematisieren, nicht Nacherzählen).

Beschreibung

Die Frage „Was kann ich wissen?“ beschäftigt Philosophen, Physiker, Biologen, Psychologen, Soziologen sowie Vertreter anderer Disziplinen gleichermaßen. Sie spiegelt das unmittelbare Interesse unserer Vernunft nach den letzten Gründen unserer Erkenntnisfähigkeit wieder. Wo hört Wissen auf und wo fängt Spekulation an? Es überrascht daher nicht, dass die Frage nach dem Wissen im Zentrum der kantschen Erkenntnistheorie steht. Als herausragende Beispiele für Disziplinen die den sicheren Gang einer WISSENschaft zu Stande gebracht haben, identifiziert Kant Mathematik und Naturwissenschaft. Dabei stellt sich zugleich die Frage, wie diese Disziplinen die „Revolution ihrer Denkart“ zustande gebracht haben, um Wissen zu schaffen. Wie ist reine Mathematik möglich? Wie ist reine Naturwissenschaft möglich? Daran anknüpfend versucht Kant auch die Philosophie (i.S.v. Metaphysik) vom bloßen „Herumtappen“ hin zu einer WISSENschaft zu führen. Wie ist Metaphysik überhaupt möglich? Dies sind auch die drei transzendentalen Hauptfragen der sogenannten Prolegomena zu einer jeden künftigen Metaphysik die als Wissenschaft wird auftreten können aus dem Jahr 1783, die unserem Seminar als Primärtext zugrunde liegen soll. Kant gibt mit der Prolegomena eine zusammenfassende Einführung in seine transzendentale Vernunftkritik, einen „Plan“ zu einer allgemeinen Kritik der Vernunft, der es ermöglicht, „das Ganze zu übersehen, die Hauptpunkte, worauf es bei dieser Wissenschaft ankommt, stückweise zu prüfen, und manches dem Vortrage nach besser einzurichten, als es in der ersten Ausfertigung des Werks geschehen konnte“. Kurzum: eine verständlichere, kürzere Version der ersten Auflage der Kritik der reinen Vernunft aus dem Jahr 1781. Ziel des Seminars ist es, die Grundzüge der kantschen Erkenntnistheorie anhand der drei transzendentalen Hauptfragen kennenzulernen und ihren tieferen Wert für unser Verständnis von Wissen bzw. Wissenschaft darzulegen.

Lehr- und Lernmethoden

analytische Skizzen, Kurzpräsentationen, Referate (Textvorbereitung), gemeinsame Lektüre und Textarbeit, Diskussionen, Selbststudium und insbesondere eigenständige Erarbeitung eines Themas.

Studien-, Prüfungsleistung

Referat (ECTS: 2) - Aktive Teilnahme - Lesen & Kommentieren der Pflichtliteratur Diese Lehrveranstaltung ist folgenden Modulen zugeordnet: CLA21314 Einführung ins philosophische Denken (2 Credits) Bitte beachten Sie, dass Sie jedes Modul nur einmal in Ihrem Studium einbringen können

Empfohlene Literatur

Texte werden zur Verfügung gestellt.

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