Wozu Arbeit? Auf der Suche nach dem Menschen (Seminar)

Vortragende/r (Mitwirkende/r)
  • Gerson Brea
  • Alfred Slanitz
  • Victoria Bauer
Umfang2 SWS
SemesterSommersemester 2019
UnterrichtsspracheDeutsch
Stellung in StudienplänenSiehe TUMonline

Termine

Teilnahmekriterien

Lernziele

Nach der erfolgreichen Teilnahme an den Modulveranstaltungen sind die Studierenden in der Lage - eine erste Antwort auf die Frage nach der Philosophie zu geben. - verschiedene Herangehensweisen zur Erschließung eines philosophischen Textes zu gebrauchen und - insbesondere ein Exzerpt des Textes anzufertigen und entsprechende Thesen aufzustellen (Problematisieren und nicht Nacherzählen). - einen Bezug zu aktuellen Problemen der technisierten Wissensgesellschaften herzustellen. - in schriftlicher Form bezugnehmend auf einen oder mehrere Textabschnitte eigenständig philosophische Gedanken zu formulieren.

Beschreibung

>>Jeder hat das Recht auf Arbeit&quot<<. Wozu? Zusammen mit dem Recht auf befriedigende Entlohnung lässt sich mittels Arbeit eine menschenwürdige Existenz sichern. Arbeit sei &gt;&gt;Quelle alles Reichtums&lt;&lt; und trage maßgeblich dazu bei, dass irgendwann &gt;&gt;aus dem Rudel baumkletternder Affen eine Gesellschaft von Menschen&lt;&lt; hervorging. Sie ist damit eine Grundbedingung des Menschen, der sich aber seit langem nicht nur als ANIMAL LABORANS, sondern auch als HOMO FABER und ZOON POLITIKON versteht. Diese Unterscheidung von Arbeiten, Herstellen und Handeln steht im Zentrum der praktischen Philosophie von Hannah Arendt (1906-1975). Ihr Hauptwerk THE HUMAN CONDITION (1958; dt. VITA ACTIVA) schließt mit der These &gt;&gt;Vom Ende des HOMO FABER zum Sieg des ANIMAL LABORANS&lt;&lt;. Was heißt das für uns heute, wo wir uns eine Zukunft vorstellen, in der wir nicht mehr oder mindestens viel weniger arbeiten werden? In der wir das Arbeiten, Herstellen und Handeln halbwegs intelligenten Roboternetzwerken überlassen, aber gleichzeitig händeringend nach der Work-Life-Balance suchen, um nicht durch Arbeit ums Leben zu kommen (KAROSHI)? Macht uns Arbeit zu (besseren) Menschen? Steigern Mobilisierung und Digitalisierung die Freiheit der Arbeit oder führen Selbstoptimierung und Selbstausbeutung zu neuen Zwängen? Schaffen wir überhaupt noch etwas oder degenerieren wir mehr und mehr zu Klick-Sklaven der digitalen Medien?

Lehr- und Lernmethoden

Seminar, Referate (Textvorbereitung) oder Protokolle, gemeinsame Lektüre und Textarbeit, Diskussionen, Selbststudium und insbesondere eigenständige Erarbeitung eines Themas, Gruppenarbeit,

Studien-, Prüfungsleistung

Referat/Protokoll (ECTS: 2); zusätzlich Essay (ECTS: 3); Seminararbeit (ECTS: 5) Diese Lehrveranstaltung ist folgenden Modulen zugeordnet: CLA21314 Einführung ins philosophische Denken (2 Credits) CLA31314 Einführung ins philosophische Denken (3 Credits) ED0151 Technikphilosophie (verteift) (5 Credits) Bitte beachten Sie, dass Sie jedes Modul nur einmal in Ihrem Studium einbringen können.

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