Claudio Monteverdi und Galileo Galilei: Musik, Welt- und Menschenbild in der Spätrenaissance und im Frühbarock. (Seminar)

Vortragende/r (Mitwirkende/r)
  • Felix Mayer
  • Jörg-Wilhelm Wernecke
Umfang1.5 SWS
SemesterWintersemester 2021/22
UnterrichtsspracheDeutsch
Stellung in StudienplänenSiehe TUMonline

Termine

Teilnahmekriterien

Siehe TUMonline
Anmerkung: Keine

Lernziele

Nach der Teilnahme sind die Studierenden in der Lage … - grundlegende Positionen der ästhetischen Theorie, der Musikästhetik und deren Wechselwirkung mit philosophischen und politischen Einflüssen zu identifizieren; - zentrale Zusammenhänge zwischen ästhetischem Werk und politischen sowie philosophischen Wechselwirkungen zu verstehen; - infolge einer erworbenen analytischen Kompetenz, sich historische Beispiele zu erschließen und sie ästhetisch, politisch und philosophisch einzuordnen; - ihre Ergebnisse in einer klar strukturierten und sprachlich verständlichen Weise darzustellen; - ihre eigenen Positionen kritisch zu reflektieren und sich argumentativ angemessen zu positionieren

Beschreibung

Zwei zentrale Persönlichkeiten im Übergang von der Renaissance zum Barock repräsentieren stellvertretend die Neuzeit, eine Epoche, die entscheidend unser heutiges Selbst- und Weltbild geprägt hat: der Komponist Claudio Monteverdi (1567 - 1643) und der Astronom, Physiker und Philosoph Galileo Galilei (1564 - 1642). In Mantua, am Hofe Herzogs Vincenzo I. Gonzaga, begegneten sich beide persönlich, an dessen Hof lebten und arbeiteten beispielsweise auch der Dichter Torquato Tasso und der Maler Peter Paul Rubens: Mantua, neben u.a. Florenz und Venedig, ein Schmelztiegel europäischer Kulturgeschichte. So unterschiedlich die Tätigkeitsfelder von Monteverdi und Galilei auch auf den ersten Blick waren, so verband sie neben einem von ihnen vollzogenen (revolutionären) Paradigmenwechsel – im musikalischen Schaffen (Monteverdi) einerseits und wissenschaftlich-physikalischen Forschen (Galilei) andererseits – insbesondere ein mit der Renaissance vollzogener Perspektivenwechsel im Hinblick auf die Beziehungen von Mensch und Welt, Empirie und Transzendenz, Kultur und Politik. Im Seminar soll diesen Perspektivwechseln im musikalischen Werk Monteverdis und hinsichtlich der neuen Grundlagen der Physik Galileis historisch-systematisch anhand von Musikbeispielen und Quellen sowie deren Beziehungen von Musik und Wissenschaft nachgegangen werden. Voraussichtlich wird im Rahmen des Seminars auch ein Besuch mit Kuratorenführung in die Alte Pinakothek zu den Bildern von Rubens stattfinden. Es wird KEIN musikwissenschaftliches und philosophisches Vorwissen für die Teilnahme an dieser LV vorausgesetzt.

Inhaltliche Voraussetzungen

Keine

Lehr- und Lernmethoden

Vortrag, Präsentation, Lektüre, unterschiedliche Multimediaquellen.

Studien-, Prüfungsleistung

Präsentation (15-20 min) Diese Lehrveranstaltung ist folgenden Modulen zugeordnet: CLA90211 Kunst und Politik (2 Credits) Bitte beachten Sie, dass Sie jedes Modul nur einmal in Ihrem Studium einbringen können

Empfohlene Literatur

Literatur und Referatsthemen werden vor der ersten Sitzung bekannt gegeben.

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