Ist Mozarts "Zauberflöte" rassistisch und frauenfeindlich? (Seminar)

Vortragende/r (Mitwirkende/r)
  • Felix Mayer
  • Jörg-Wilhelm Wernecke
Umfang1.5 SWS
SemesterWintersemester 2020/21
UnterrichtsspracheDeutsch
Stellung in StudienplänenSiehe TUMonline

Termine

Teilnahmekriterien

Siehe TUMonline
Anmerkung: Keine

Lernziele

Nach der Teilnahme sind die Studierenden in der Lage … - grundlegende Positionen der ästhetischen Theorie, der Musikästhetik und deren Wechselwirkung mit philosophischen und politischen Einflüssen zu identifizieren; - zentrale Zusammenhänge zwischen ästhetischem Werk und politischen sowie philosophischen Wechselwirkungen zu verstehen; - infolge einer erworbenen analytischen Kompetenz, sich historische Beispiele zu erschließen und sie ästhetisch, politisch und philosophisch einzuordnen; - ihre Ergebnisse in einer klar strukturierten und sprachlich verständlichen Weise darzustellen; - ihre eigenen Positionen kritisch zu reflektieren und sich argumentativ angemessen zu positionieren

Beschreibung

Mozarts Zauberflöte ist zwar bis auf den heutigen Tag sein wohl populärstes und meistgespieltes Bühnenwerk. Es ist aber auch sein kompliziertes und am schwersten verständliches. Es ist vielleicht sogar die komplizierteste und die am umfassendsten missverstandene Oper des gesamten Opernrepertoires. Eine besondere Herausforderung heute sind Sätze wie: "Ein Weib tut wenig, plaudert viel, du Jüngling glaubst dem Zungenspiel?" oder Sarastros Hinweis an Pamina: "... ein Mann muss eure Herzen leiten, denn ohne ihn pflegt jedes Weib aus ihrem Wirkungskreis zu schreiten". Wie ist das Verhältnis der Priester und Sarastros zur Königin der Nacht und den drei Damen? Was soll das bedeuten? War Mozart ein Frauenfeind? Und welche Rolle spielt Monostatos? Ist er nur ein "böser Mohr"? Wie geht man heute am Theater mit "Blackfacing" um? Aber mit welcher Absicht haben Mozart und Schikaneder "Die Zauberflöte" im Jahr 1791 auf die Bühne gebracht? Oder grundsätzlicher gefragt: Was muss man eigentlich "wissen", um ein Kunstwerk einer entfernten Vergangenheit zu beurteilen? In diesem Seminar steht Mozarts "Zauberflöte" im Mittelpunkt des Nachdenkens. Für die Diskussionen über Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus in Beziehung zu unseren heutigen tagesaktuellen Debatten werden aber auch andere Werke der Kunst herangezogen. Es ist geplant, auch externe Gäste zu besonderen Themenschwerpunkten einzuladen.

Inhaltliche Voraussetzungen

Keine

Lehr- und Lernmethoden

Vortrag, Präsentation, Lektüre, unterschiedliche Multimediaquellen.

Studien-, Prüfungsleistung

Präsentation (15-20 min) Diese Lehrveranstaltung ist folgenden Modulen zugeordnet: CLA90211 Kunst und Politik (2 Credits) Bitte beachten Sie, dass Sie jedes Modul nur einmal in Ihrem Studium einbringen können

Empfohlene Literatur

Literatur und Referatsthemen werden vor der ersten Sitzung bekannt gegeben.

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